Biologische Tumortherapie

Neben der Anwendung und ständigen Verbesserung der üblichen Behandlungsmethoden, wie Operation, Bestrahlung und Chemotherapie, gilt heute auch der „biologischen Tumortherapie“ unser Interesse. Hierbei gilt es das Immunsystem zu unterstützen und zu verbessern. Unser Körper wehrt sich gegen Krankheiten durch ein kompliziert aufgebautes Abwehrsystem – das Immunsystem. Auch bei Krebserkrankungen ist die Leistungsfähigkeit des Immunsystems von entscheidender Bedeutung.

Unser Ziel bei der biologischen Tumortherapie ist es, das Immunsystem über eine gesunde Ernährung zu unterstützen bzw. über pflanzliche Medikamente zu stärken. Gleichzeitig wollen wir die biologische Regulationsfähigkeit wiederherstellen und das allgemeine Wohlbefinden und damit die Lebensqualität verbessern.

In diesem Bereich arbeiten wir eng mit Fr. Dr. med. Martinek-Langer (www.go-biomed.de), Privatpraxis Allgemeinmedizin, ebenfalls in unserem Haus, zusammen.

Erektionsstörungen

Eine Erektionsstörung (erektile Dysfunktion, ED) liegt vor, wenn es wiederholt und über einen längeren Zeitraum nicht gelingt, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten. 
Der umgangssprachliche Begriff „Impotenz“ ist ungenau und wird medizinisch nicht verwendet.


Erektionsstörungen können körperliche oder seelische Ursachen haben. 
Wichtig ist die Abklärung möglicher organischer Grunderkrankungen, da eine ED auch ein Frühhinweis auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein kann. 
In vielen Fällen spielen zusätzlich psychische Faktoren eine Rolle.

Im Urologischen Zentrum Neustadt/Weinstraße bieten wir eine individuelle Beratung und falls erforderlich eine diskrete und gründliche Diagnostik an.


Ziel ist es, die Ursachen zu erkennen und gemeinsam einen passenden Behandlungsweg zu finden.

Hämorrhoiden und Hämorrhoidalleiden

Hämorrhoiden sind gut durchblutete Gefäßpolster im Bereich des Afters, die jeder Mensch besitzt. Sie tragen gemeinsam mit dem Schließmuskel zur Feinkontinenz bei. Von einem Hämorrhoidalleiden spricht man, wenn diese Gefäßpolster vergrößert sind und Beschwerden verursachen. Je nach Ausprägung unterscheidet man vier Schweregrade – von einer leichten Vergrößerung bis hin zu dauerhaft vorgefallenen Hämorrhoiden.

Mögliche Beschwerden


  • hellrote Blutauflagerungen auf dem Stuhl
  • Juckreiz oder Nässen
  • Fremdkörpergefühl
  • bei schweren Formen:
  • Schmerzen oder Entzündungen
  • Schleimhautvorfall oder stärkere Blutungen


Behandlungsmöglichkeiten


Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad der Beschwerden:

  • Konservative Maßnahmen wie ballaststoffreiche Ernährung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, lokale Salben und eine angepasste Analhygiene
  • Minimalinvasive Verfahren wie Verödung (Sklerosierung) oder Gummibandligatur
  • In ausgewählten Fällen eine operative Entfernung der Hämorrhoiden in Narkose an, die bei uns ambulant durchgeführt werden kann.


Die Diagnostik und Behandlung des Hämorrhoidalleidens erfolgt im
 Urologischen Zentrum Neustadt/Weinstraße 
individuell und beschwerdeorientiert.

Harninkontinenz – wir können helfen!

Was tun bei Urinverlust?

Unwillkürlicher Urinverlust ist kein seltenes Problem – und in vielen Fällen gut behandelbar. Dennoch zögern viele Betroffene, darüber zu sprechen. 
Wichtig zu wissen ist: 
Sie sind damit nicht allein und es gibt wirksame Hilfe.



Analyse



Der erste Schritt ist eine urologische Abklärung. 
Dabei wird festgestellt, welche Form der Harninkontinenz vorliegt, denn davon hängt die passende Behandlung ab. Häufige Formen sind die Dranginkontinenz (plötzlicher, starker Harndrang) und die Belastungsinkontinenz (Urinverlust bei Husten, Niesen oder körperlicher Belastung) oder Mischformen.




Therapieformen


Je nach Ursache stehen verschiedene Therapien zur Verfügung, z. B.:

  • Beckenbodentraining und Verhaltensmaßnahmen
  • Medikamente
  • physikalische Therapien
  • in ausgewählten Fällen auch weiterführende Verfahren wie Botox-Injektionen oder operative Behandlungen


Im Urologischen Zentrum Neustadt/Weinstraße nehmen wir uns Zeit für eine vertrauensvolle Beratung, eine sorgfältige Diagnostik und eine individuell auf Sie abgestimmte Behandlung. 



Ziel ist es, Ihre Beschwerden zu lindern und Ihre Lebensqualität zu verbessern.

Harnsteinleiden

Beim Harnsteinleiden kommt es durch erhöhte Konzentrationen steinbildender Substanzen im Urin (z. B. Calcium, Oxalat oder Harnsäure) zur Kristall- und Steinbildung in Niere oder Harnwegen.



Viele Nierensteine verursachen zunächst keine Beschwerden. Gelangen Steine jedoch in den Harnleiter, kann es zu einer akuten Nierenkolik mit starken Schmerzen kommen.



Behandlungsmöglichkeiten


Die Behandlung richtet sich nach Lage, Größe und Zusammensetzung des Steins sowie nach den Beschwerden:

  • Endoskopische Entfernung von Steinen über die Harnröhre bzw. den Harnleiter.
  • Perkutane Nierensteinentfernung über eine kleine Hautpunktion.
  • Bei Harnsäuresteinen ist in geeigneten Fällen auch eine medikamentöse Steinauflösung möglich.

Hierzu bieten wir schonende endoskopische Operationen in unserem ambulanten OP-Zentrum an.

Besondere Steinformen


Blasensteine entstehen häufig bei einer gutartigen Prostatavergrößerung mit Restharnbildung. In diesen Fällen ist oft auch eine Behandlung der Prostata erforderlich. 
Bei Harnleitersteinen steht zunächst die Schmerztherapie im Vordergrund. Nach der Diagnosestellung wird entschieden, ob ein spontaner Steinabgang möglich ist oder ob eine endoskopische Entfernung notwendig wird.

Steinanalyse und Vorbeugung


Das entfernte Steinmaterial wird laborchemisch analysiert. 
Aus der Zusammensetzung lassen sich gezielte Empfehlungen zur Vorbeugung weiterer Steinbildungen (Metaphylaxe) ableiten. 
Allgemein empfohlen werden:

  • eine ausreichende Trinkmenge von etwa 2,5–3 Litern pro Tag
  • eine ausgewogene, ballaststoffreiche und kochsalzarme Ernährung
  • ein reduzierter Fleischkonsum
  • regelmäßige körperliche Bewegung
  • ggf. eine Gewichtsreduktion

Die Diagnostik und Behandlung des Harnsteinleidens erfolgt im
 Urologischen Zentrum Neustadt/Weinstraße
 nach den aktuellen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Urologie.


Hodenhochstand

Hodenhochstand (Maldescensus testis)


Von einem Hodenhochstand spricht man, wenn ein oder beide Hoden nicht dauerhaft im Hodensack liegen, da der normale Abstieg während der Entwicklung vor der Geburt unvollständig war.


Besonders häufig sind Frühgeborene betroffen. In den ersten Lebensmonaten kann sich der Hoden noch spontan in den Hodensack verlagern.


Bleibt der Hodenhochstand bestehen, sollte die Behandlung bis zum Ende des ersten Lebensjahres abgeschlossen sein, um das Risiko für eingeschränkte Fruchtbarkeit oder Hodentumoren zu reduzieren.

 Die operative Korrektur ist hierbei meistens die Therapie der Wahl.

 Da es unterschiedliche Formen des Hodenhochstands gibt, ist eine urologische Untersuchung und Verlaufskontrolle wichtig.

Formen des Hodenhochstands


  • Bauchhoden (echter Kryptorchismus):

    Der Hoden liegt in der Bauchhöhle und ist nicht tastbar.
  • Leistenhoden:

    Der Hoden liegt im Leistenkanal und kann nicht dauerhaft in den Hodensack verlagert werden.
  • Gleithoden:

    Der Hoden kann kurzfristig in Richtung Hodensack gezogen werden, gleitet jedoch unmittelbar wieder zurück. 
Bei Gleithoden ist unter Umständen eine Hormontherapie indiziert.
  • Pendelhoden:

    Der Hoden befindet sich zeitweise im Leistenkanal und kehrt bei Entspannung wieder spontan in den Hodensack zurück. Ein Pendelhoden ist in der Regel nicht behandlungsbedürftig, sollte jedoch kontrolliert werden.

Prostataleiden

Gutartige Prostatavergrößerung (BPH)


Die gutartige Vergrößerung der Prostata ist die häufigste urologische Erkrankung des Mannes. 
Die Beschwerden entstehen nicht durch die Größe der Prostata selbst, sondern auch durch eine Behinderung der Blasenentleerung.

Typische Symptome sind:

  • abgeschwächter Harnstrahl
  • häufiges und nächtliches Wasserlassen
  • starker Harndrang mit kleinen Urinmengen
  • Nachträufeln
  • Schmerzhaftes Urinieren

Etwa 30 % der Männer zwischen 50 und 80 Jahren sind betroffen. In fortgeschrittenen Fällen kann es zu Restharn und einem Urinrückstau bis in die Nieren kommen.

Einschätzung der Beschwerden (IPSS)


Zur Beurteilung der Symptomstärke wird der internationale Prostatasymptom-Score (IPSS) verwendet:

  • 0 – 7 Punkte: leichte Beschwerden
  • 8 – 19 Punkte: mäßige Beschwerden
  • 20 – 35 Punkte: starke Beschwerden

Behandlung


Die Behandlung richtet sich nach der Stärke der Beschwerden.
 Je nach Befund kann zunächst abgewartet, eine medikamentöse Therapie begonnen oder – bei unzureichender Wirkung – ein operativer Eingriff an der Prostata erforderlich werden.

Seit über 25 Jahren führen wir, als eines der ersten bundesweit, ein ambulantes Operationszentrum. Zur Vermeidung eines Krankenhausaufenthaltes können wir diesen Eingriff als schonende Holmium-Laseroperation der Prostata dort ambulant anbieten.

Im Urologischen Zentrum Neustadt/Weinstraße erfolgt die Behandlung nach den aktuellen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Urologie.


Sterilisation

Vasektomie – Sterilisation des Mannes 
im Urologischen Zentrum Neustadt/Weinstraße

Die Vasektomie (Samenleiterunterbindung) ist eine dauerhafte Methode der Empfängnisverhütung beim Mann.

 Der Eingriff wird in der Regel ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt und dauert etwa 15 Minuten. Eine kurze Vollnarkose durch unsere Anästhesie ist möglich. Nach kurzer Beobachtungszeit können Sie die Praxis wieder verlassen.


Für die Zeit nach dem Eingriff empfehlen wir, körperliche Schonung einzuplanen und für etwa zwei Wochen auf Sport zu verzichten. 

Die Vasektomie hat keinen Einfluss auf die Hormonproduktion, die Sexualität oder die Erektionsfähigkeit. Lediglich der Transport der Samenzellen wird unterbrochen.


Operationsverfahren



Neben der klassischen Vasektomie bieten wir auch die Non-Skalpell-Vasektomie an.
Hierbei wird die Haut nicht geschnitten, sondern über eine kleine Öffnung schonend aufgedehnt. Anschließend werden – wie bei der klassischen Methode – die Samenleiter freigelegt, durchtrennt und sicher verschlossen.

 Beide Verfahren gelten als schonend und risikoarm. Wie bei jedem operativen Eingriff können jedoch Komplikationen nicht vollständig ausgeschlossen werden. Darüber informieren wir Sie im Rahmen des Aufklärungsgesprächs ausführlich.


Wichtige Hinweise



  • Die Vasektomie ist als dauerhafte Maßnahme zur Empfängnisverhütung zu verstehen.

  • Der Verhütungsschutz tritt nicht sofort ein!

  • Erst nach kontrollierten Spermiogrammen kann von einer sicheren Sterilität ausgegangen werden!


Kosten und Beratung



Die Vasektomie ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung.
 Für einen Eingriff in örtlicher Betäubung entstehen Kosten von etwa 535 €. Für eine Narkose berechnet die Anästhesieabteilung 250 €.

Gerne beraten wir Sie in der Sprechstunde ausführlich zu Ablauf, Methoden, Risiken und Nachsorge.

Tumorbehandlung

Unser Therapieangebot

Im Urologischen Zentrum Neustadt/Weinstraße diagnostizieren, behandeln und begleiten wir Patienten mit urologischen Tumorerkrankungen, darunter Tumoren der Niere, der Harnleiter, der Harnblase, der Harnröhre, der Prostata und des Hodens.

Die Behandlung erfolgt leitliniengerecht und unter Berücksichtigung der individuellen Erkrankungssituation. Dabei arbeiten wir eng mit niedergelassenen Kollegen sowie mit spezialisierten Krankenhausabteilungen zusammen.

Therapeutische Möglichkeiten


Operation

Einige urologische Tumoreingriffe können ambulant und mit gleicher Sicherheit wie im stationären Bereich durchgeführt werden (z. B. bestimmte Eingriffe an Hoden oder Harnblase).
Größere oder komplexere Operationen erfolgen im Rahmen einer stationären Behandlung in kooperierenden Kliniken.

Bestrahlung


Ist eine Strahlentherapie erforderlich, erfolgt die Überweisung in spezialisierte strahlentherapeutische Zentren der Region, mit denen wir eng zusammenarbeiten.

Medikamentöse Tumortherapie


Viele medikamentöse Tumortherapien (z. B. Chemotherapie oder Immuntherapie, oral oder als Infusion) können ambulant in unserer Praxis durchgeführt werden. 
Nur in ausgewählten Fällen ist eine stationäre Behandlung notwendig. Begleitende Maßnahmen zur Supportivtherapie können dazu beitragen, die Verträglichkeit der Behandlung zu verbessern und Nebenwirkungen zu lindern.

Nachsorge


Für jeden Patienten wird ein individueller Nachsorgeplan erstellt. Dieser orientiert sich an den aktuellen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Urologie sowie weiterer wissenschaftlicher Fachgesellschaften.

 

Unerfüllter Kinderwunsch

Mögliche Ursachen


Von einem unerfüllten Kinderwunsch spricht man, wenn bei einem Paar nach etwa einem Jahr regelmäßigen, ungeschützten Geschlechtsverkehrs keine Schwangerschaft eintritt. Dieses Problem betrifft rund 20–25 % aller Paare.


Die Ursachen sind vielfältig. Insgesamt liegen sie etwa zu gleichen Teilen beim Mann und bei der Frau oder betreffen beide Partner gemeinsam.


Beim Mann können unter anderem hormonelle Störungen, Veränderungen der Samenqualität oder organische Ursachen wie z. B. Krampfadern im Hodenbereich (Varikozele), Folgen von Infektionen oder genetische Faktoren eine Rolle spielen. Häufig zeigt sich eine eingeschränkte Fruchtbarkeit in einer verminderten Spermienqualität. Diese kann durch verschiedene Einflüsse begünstigt werden, darunter Rauchen, Alkohol, Stress, Übergewicht oder eine unausgewogene Ernährung. 



Nicht immer lässt sich jedoch eine eindeutige Ursache feststellen.

Abklärung beim Mann


Im Urologischen Zentrum Neustadt/Weinstraße erfolgt eine gezielte urologische Abklärung der männlichen Fruchtbarkeit. 

Ziel ist es, mögliche Ursachen zu erkennen und gemeinsam mit Ihnen das weitere Vorgehen zu besprechen.

Vorhautverengung

Vorhautverengung (Phimose)


Bei einer Vorhautverengung (Phimose) lässt sich die Vorhaut des Penis nicht oder nur unter Schmerzen über die Eichel zurückziehen. Dies kann angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens entwickeln.


In manchen Fällen kann eine konservative Behandlung mit einer Salbentherapie erfolgreich sein. Bei ausgeprägten Verengungen oder wenn diese Therapie nicht zum gewünschten Erfolg führt, ist in der Regel ein operativer Eingriff erforderlich.


Im Urologischen Zentrum Neustadt/Weinstraße bieten wir die entsprechende operative Korrektur an.

Vorsorge / Früherkennung

Vorsorge und Früherkennung


Gesetzlich krankenversicherte Männer haben in Deutschland ab dem 45. Lebensjahr Anspruch auf eine jährliche urologische Krebsfrüherkennungsuntersuchung.
 Diese umfasst eine ärztliche Beratung sowie eine körperliche Untersuchung einschließlich der Tastuntersuchung der Prostata. 
Ab dem 50. Lebensjahr besteht zusätzlich Anspruch auf einen Stuhltest zur Darmkrebsfrüherkennung im Zwei-Jahres-Rhythmus.

Erweiterte urologische Vorsorge (individuelle Gesundheitsleistungen/IGeL)


Über die gesetzlichen Vorsorgeleistungen hinaus können zusätzliche Untersuchungen im Rahmen einer individuellen Gesundheitsvorsorge in Betracht gezogen werden.


Hierzu zählen unter anderem:


  • die Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA) im Blut

  • Ultraschalluntersuchungen der Prostata, Nieren oder Harnblase

Unser Anspruch


Im Urologischen Zentrum Neustadt/Weinstraße bieten wir Ihnen eine leitliniengerechte, individuelle und transparente Vorsorge.
 Unser Ziel ist es, Sie verständlich zu informieren und gemeinsam mit Ihnen fundierte Entscheidungen für Ihre Gesundheit zu treffen.

Früherkennung von Blasenkrebs


Der NMP22 – Test ermöglicht auf einfache Art und Weise ein Screening auf Blasenkrebszellen.
 Je nach individuellem Ergebnis kann weiterführende urologische Diagnostik notwendig werden, zu der wir Sie gerne beraten und diese auch bei uns durchführen.